Aktuelles von hotset

Erheblich kürzere Zykluszeiten erreichbar

Links: ENGEL Deutschland Geschäftsführer Rolf Saß / Rechts: hotset CEO Ralf Schwarzkop

Das Z‑System von hotset gilt als weg­wei­sen­de Wei­ter­ent­wick­lung der Va­rio­ther­men Werk­zeug­tem­pe­rie­rung. Seit sei­ner Markt­ein­füh­rung En­de 2016 kommt das High-Speed-Ver­fah­ren zur par­ti­ell-zy­kli­schen Tem­pe­rie­rung von Spritz­guss­werk­zeu­gen bei im­mer mehr Kunst­stoff­ver­ar­bei­tern der Con­su­mer- und Au­to­mo­bil­in­dus­trie zum Ein­satz. Als ers­ter Ma­schi­nen­bau­er bie­tet nun ENGEL die In­te­gra­ti­on des Z‑Systems als wei­te­re Aus­stat­tungs­op­ti­on sei­ner Spritz­gieß­ma­schi­nen an. Im In­ter­view er­läu­tern hotset-CEO Ralf Schwarz­kopf und ENGEL Deutsch­land Ge­schäfts­füh­rer Rolf Saß, wel­che Vor­tei­le sich da­durch für die An­wen­der ergeben.

Herr Schwarz­kopf, wel­che An­wen­der­grup­pen der Kunst­stoff­ver­ar­bei­tung pro­fi­tie­ren vom hotset Z‑System?

Schwarz­kopf: Vor al­lem all je­ne OEM, Te­ar 1‑Zulieferer, Spritz­gie­ßer und Werk­zeug­bau­er, die bei der Fer­ti­gung von Bau­tei­len und funk­tio­na­len Bau­grup­pen aus tech­ni­schen Kunst­stof­fen gro­ßen Wert auf Top-Ober­flä­chen oh­ne Bin­de­näh­te und mat­te Stel­len le­gen. Auch wenn fi­li­gra­ne De­signs mit ge­rin­gen Wand­di­cken ent­ste­hen sol­len, lohnt sich sein Ein­satz. Dar­über hin­aus be­geg­nen uns im­mer wie­der neue An­wen­dungs­fäl­le und wir sind oft über­rascht, was das Z‑System al­les zu leis­ten vermag.

In wel­cher Ge­stalt und wel­chen Va­ri­an­ten bie­ten Sie das Z‑System der­zeit an?

Schwarz­kopf: Das Sys­tem ist ex­trem fle­xi­bel und wird von uns kun­den­spe­zi­fisch so kon­fi­gu­riert, dass es sich kom­pakt und mit mi­ni­ma­lem Auf­wand in das Werk­zeug ein­fügt – ähn­lich ei­nem Heiss­ka­nal­sys­tem. Be­reits wäh­rend der Kon­struk­ti­on kön­nen wir sei­ne Aus­le­gung und In­te­gra­ti­on in den Da­ten­satz des Werk­zeugs ein­brin­gen, wo­bei wir dank ther­mi­scher Si­mu­la­tio­nen schon früh mit gro­ßer Ge­nau­ig­keit vor­her­sa­gen kön­nen, wel­che Tem­pe­ra­tu­ren an den Wän­den der Ka­vi­tä­ten herr­schen wer­den. Da wir zu­dem den Ein­bau und die In­be­trieb­nah­me be­glei­ten, er­hält der Kun­de stets ein 360°-Sorglospaket. Im be­son­de­ren Ma­ße gilt dies nun für die neue ma­schi­nen­in­te­grier­te Va­ri­an­te des Z‑Systems wie wir sie in Ko­ope­ra­ti­on mit dem SGM-Her­stel­ler ENGEL realisieren.

Das Z-System steht ab sofort auf allen ENGEL-Spritzgießmaschinen zur Verfügung, die mit einer CC300-Steuerung arbeiten. Am Bedienpanel der CC300 kann der Anwender alle erforderlichen Parameter für die Werkzeugtemperierung auswählen.
Das Z‑System steht ab so­fort auf al­len EN­GEL-Spritz­gieß­ma­schi­nen zur Ver­fü­gung, die mit ei­ner CC300-Steue­rung ar­bei­ten. Am Be­dien­pa­nel der CC300 kann der An­wen­der al­le er­for­der­li­chen Pa­ra­me­ter für die Werk­zeug­tem­pe­rie­rung auswählen. 

Herr Saß, wel­che Spritz­gieß­ma­schi­nen von ENGEL ver­fü­gen denn be­reits über die­se zu­sätz­li­che Option?

Saß: Un­ab­hän­gig von der Ma­schi­nen-Bau­rei­he und der ein­ge­setz­ten An­triebs­tech­nik bie­ten wir das Z‑System ab so­fort für al­le Spritz­gieß­ma­schi­nen un­se­res Port­fo­li­os an, die mit ei­ner CC300-Steue­rung ar­bei­ten. Die CC300 ist un­se­re ak­tu­el­le Steue­rungs­ge­nera­ti­on. Sie zeich­net sich durch ei­ne in­tui­ti­ve Be­die­nung und kla­re Me­nü­füh­rung aus und er­mög­licht die smar­te, hoch­ef­fi­zi­en­te Na­vi­ga­ti­on durch kom­ple­xe Fertigungsprozesse.

Und wie dür­fen wir uns die In­ter­ak­ti­on des Z‑Systems mit der Steue­rung der SGM kon­kret vorstellen?

Saß: So wie es der An­wen­der vom Ein­satz zu­sätz­li­cher Druck- oder Tem­pe­ra­tur­füh­ler kennt, wird das Z‑­Sys­tem-Werk­zeug in den Funk­ti­ons­um­fang un­se­rer Spritz­gieß­ma­schi­ne in­te­griert. Beim Rüs­ten des Werk­zeugs wird au­to­ma­tisch der pro­zess­spe­zi­fi­sche Ein­stell­da­ten­satz über­nom­men, in dem ja sämt­li­che re­le­van­ten Tem­pe­ra­tur- und Zeit­pa­ra­me­ter hin­ter­legt sind. Auf ei­ner ei­ge­nen Z‑­Sys­tem-Sei­te am Touch­screen-Be­dien­pa­nel der CC300 sieht der An­wen­der dann al­le er­for­der­li­chen Pa­ra­me­ter und kann aus­wäh­len. Er muss al­so we­der zu­sätz­li­che ex­ter­ne Ge­rä­te zur Hil­fe neh­men noch zur Rück­sei­te der Ma­schi­ne ge­hen, um dort Jus­tie­run­gen am Z‑System vor­zu­neh­men. Al­le aus­ge­wähl­ten Wer­te wer­den zu­dem im Pro­duk­ti­ons­da­ten­satz ge­spei­chert. Da­mit ste­hen sie so­fort ab­ruf­be­reit zur Ver­fü­gung, so­bald das Werk­zeug er­neut auf die Ma­schi­ne kommt.

War­um ha­ben Sie sich als Ma­schi­nen­bau­er für die In­te­gra­ti­on des Z‑System von hotset entschieden?

Saß: Un­se­re bei­den Un­ter­neh­men ver­bin­det­be­reits seit vie­len Jah­ren ei­ne sehr leb­haf­te Ko­ope­ra­ti­ons­ar­beit. Und da wir bei der The­ma­tik „Ver­mei­dung von Bin­de­näh­ten“ das glei­che Ziel ver­fol­gen, war es für uns ein wich­ti­ges An­lie­gen, auch in die­sem Be­reich zu­sam­men­zu­ar­bei­ten. Zu­dem fo­kus­sie­ren wir ja als Ma­schi­nen­bau­er stets zwei – mit­un­ter ge­gen­läu­fi­ge – Ent­wick­lungs­li­ni­en: Ei­ner­seits ver­set­zen wir un­se­re Kun­den in die La­ge, die kon­ti­nu­ier­lich stei­gen­den Qua­li­täts­an­for­de­run­gen an Sicht­bau­tei­le aus Kunst­stoff zu er­fül­len; an­de­rer­seits müs­sen wir den An­wen­dern un­se­rer SGM Mög­lich­kei­ten bie­ten, mit de­nen sie ih­re Ver­ar­bei­tungs­pro­zes­se noch ef­fi­zi­en­ter und wirt­schaft­li­cher ge­stal­ten kön­nen. Aus un­se­rer Sicht ge­lingt die­ser Spa­gat mit dem Z‑System be­son­ders gut.

Schwarz­kopf: Vor al­lem, weil die­se High-Speed-Lö­sung mit ih­rer ge­ziel­ten par­ti­ell-dy­na­mi­schen Tem­pe­rie­rung über die Ver­bes­se­rung der Tei­le­qua­li­tät hin­aus auch ei­nen zen­tra­len Bei­trag leis­tet für die Op­ti­mie­rung des ge­sam­ten Spritz­guss­pro­zes­ses. Denn durch sei­ne ex­tre­me Auf­heiz­schnel­lig­keit von 60 K/s und sehr kur­ze Ab­kühl­ra­ten von et­wa 30 K/s las­sen sich hoch­dy­na­mi­sche Werk­zeug­tem­pe­rie­run­gen rea­li­sie­ren, oh­ne dass sich die Zy­klus­zeit ver­län­gert. Da die­se enorm schnel­len Tem­pe­ra­tur­wech­sel zu­dem mit ei­nem durch­schnitt­li­chen En­er­gie­ver­brauch von nur et­wa 100 W/h er­zielt wer­den, ist das Z‑System ei­ne über­aus en­er­gie­ef­fi­zi­en­te Lösung.

Kön­nen Sie das aus der Sicht des Ma­schi­nen­bau­ers be­stä­ti­gen, Herr Saß?

Saß: Ja, un­be­dingt. Nicht nur die En­er­gie­ef­fi­zi­enz der Werk­zeug­tem­pe­rie­rung ver­bes­sert sich mess­bar, auch der Aus­stoß steigt, da sich im Ver­gleich zur klas­si­schen va­rio­ther­men Tem­pe­rie­rung er­heb­lich kür­ze­re Zy­klus­zei­ten er­rei­chen las­sen. Es gibt zum Bei­spiel kei­ne Ein­spritz­ver­zö­ge­rung mehr bis zum Er­rei­chen der Ziel­tem­pe­ra­tur an der Kavitätswand.

Das Systemcenter für Industrielle Temperiertechnik (SIT) bei hotset
Im neu­en Sys­temcen­ter für In­dus­tri­el­le Tem­pe­rier­tech­nik (SIT) von hotset kann das Z‑System so­wohl als stand-alo­ne- und Nach­rüst­lö­sung kun­den­spe­zi­fisch ge­tes­tet wer­den als auch als voll­in­te­grier­te Va­ri­an­te in ei­ner 80-Ton­nen-SGM von ENGEL. 

Hö­he­re En­er­gie­ef­fi­zi­enz, bes­se­re Ober­flä­chen und mehr Pro­duk­ti­vi­tät – man könn­te mei­nen, der Spritz­gie­ßer pro­fi­tiert gleich dreifach?

Saß: Das ist de fac­to so! Mit dem Z‑System er­hal­ten un­se­re Kun­den ei­ne ein­fa­che Plug-and-Play-Lö­sung zur Ver­mei­dung von Bin­de­näh­ten und mat­ten Hö­fen – oh­ne dass Sie in ei­ne zu­sätz­li­che Steue­rung in­ves­tie­ren müs­sen. Das ist al­so ein deut­li­cher Mehr­wert! Und an­ge­sichts der zu­neh­men­den Kom­ple­xi­tät der Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se in der Kunst­stoff­ver­ar­bei­tung stei­gern die An­wen­der mit die­sem prak­ti­schen Bei­trag zur Sim­pli­ci­ty – so nen­nen wir die­sen Trend bei ENGEL – ih­re Wettbewerbsfähigkeit.

Das klingt viel­ver­spre­chend. Wel­che Mög­lich­kei­ten ha­ben denn In­ter­es­sen­ten, das Z‑System zu be­gut­ach­ten und zu testen?

Schwarz­kopf: Ei­gens da­für ha­ben wir in Lü­den­scheid vor ei­ni­gen Mo­na­ten das­Sys­temcen­ter für In­dus­tri­el­le Tem­pe­rier­tech­nik, das SIT, er­öff­net. Die­se Ein­rich­tung ist ein Re­sul­tat un­se­rer Ko­ope­ra­ti­on mit ENGEL und gibt Spritz­gie­ßern, Werk­zeug­bau­ern so­wie Qua­li­täts- Pro­zess­op­ti­mie­rern viel Spiel­raum, um sich von der Leis­tungs­fä­hig­keit des Z‑Systems zu über­zeu­gen. Es steht hier so­wohl als in­te­grier­te Sys­tem­lö­sung in ei­ner ENGEL-SGM zur Ver­fü­gung als auch als se­pa­ra­tes Sys­tem mit ex­ter­ner Steue­rung. Da­bei kön­nen die kon­kre­ten Test­be­din­gun­gen oder wei­ter­füh­ren­de Sze­na­ri­en je nach An­wen­dungs­fall ab­ge­spro­chen wer­den. Kürz­lich erst wur­den im SIT bei­spiels­wei­se die Aus­wir­kun­gen des Z‑Systems beim Ein­satz teil­kris­tal­li­ner Werk­stof­fe ge­tes­tet – mit er­staun­li­chen Ergebnissen.

Herr Saß, Herr Schwarz­kopf, wir dan­ken Ih­nen für das Gespräch.

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