Isolationswiderstand

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Iso­la­ti­ons­wi­der­stand ist die Be­zeich­nung für den in Ohm ge­mes­se­nen elek­tri­schen Wi­der­stand von Lei­tun­gen, Ka­beln und elek­tri­schen An­la­gen. Von Re­le­vanz ist der Iso­la­ti­ons­wi­der­stand für den Per­so­nen­schutz ge­gen elek­tri­schen Schlag und den Aus­schluss von Ma­te­ri­al- und Sach­schä­den durch flie­ßen­de Ableitströme.

Die Qua­li­tät ei­ner Iso­la­ti­on wird mit­tels Mes­sung des Iso­la­ti­ons­wi­der­stands ge­prüft. Die Grenz­wer­te für den Iso­la­ti­ons­wi­der­stand und die Be­din­gun­gen für sei­ne Mes­sung sind un­ter an­de­rem nie­der­ge­legt in den Ab­schnit­ten der DIN VDE 0100ff, der DIN VDE 0701–0702:2008 und der DIN EN 60204.

Was wird unter der Isolation von Leitungen, etc. verstanden?

All­ge­mein gel­ten Iso­lier­stof­fe als Ma­te­ria­len, die ei­ne grund­sätz­li­che Über­tra­gung ver­mei­den oder mi­ni­mie­ren sol­len. Bei­spie­le für Iso­lier­stof­fe ist Dämm­ma­te­ri­al, um das Aus­tre­ten von Wär­me aus ei­nem Ge­bäu­de zu mi­ni­mie­ren, Schall­däm­mung um Ge­räusch­be­läs­ti­gung zu ver­mei­den oder Was­ser­ab­dich­tun­gen, da­mit das Kel­ler­ge­wöl­be nicht mit Was­ser zu­läuft.
Auch die Über­tra­gung von elek­tri­schen Strom kann mit Iso­lier­stof­fen ver­hin­dert wer­den.
Der An­spruch auf die­se Iso­lier­stof­fe sind sehr groß, weil un­ge­wollt flie­ßen­der Strom ei­ne Ge­fahr für Leib und Le­ben ist.
Iso­lier­stof­fe für elek­tri­schen Strom müs­sen fol­gen­de Ei­gen­schaf­ten erfüllen:

  • ge­rin­ge Saug­kraft (da­mit kei­ne Luftfeuchtigkeit/Wasser auf­ge­nom­men wird)
  • ho­he elek­tri­sche Durchschlagskraft
  • ho­hen elek­tri­schen Widerstand
  • ho­he Kriechstromfestigkeit
  • ther­mi­sche Belastbarkeit

Durch die­se Ei­gen­schaf­ten gel­ten sie als „Nicht­lei­ter“.

Welche Isolierstoffe werden für elektrischen Strom verwendet?

  • ver­schie­den­ar­ti­ge Kunst­stof­fe (pri­mär)
  • tech­ni­sche Keramiken
  • Spe­zi­al­pa­pie­re
  • Glas

Was ist elektrischer Schlag?

Ge­langt elek­tri­scher Strom in den Kör­per ei­nes Men­schen, die ei­ne Ver­let­zung oder Be­ein­träch­ti­gung zur Fol­ge hat, so wird vom elek­tri­schen Schlag ge­spro­chen. An­de­re Be­zeich­nun­gen für ei­ne sol­che Si­tua­ti­on ist auch ein Strom- oder Elek­troun­fall. So­was kann zum Bei­spiel durch ei­ne feh­ler­haf­te Iso­la­ti­on auftreten.

Fließende Ableitströme

Ab­leit­strom ist elek­tri­scher Strom, der un­ter üb­li­chen Be­triebs­be­din­gun­gen in ei­nem un­er­wünsch­ten Strom­pfad fließt (In­ter­na­tio­na­les Elek­tro­tech­ni­sches Wör­ter­buch – IEV 195–05-15). Die­ser Strom ist nicht mit dem Feh­ler­strom zu ver­wech­seln, der durch Iso­la­ti­ons­feh­ler oder Ge­rä­te­feh­ler ver­ur­sacht wird. Die häu­figs­te Ur­sa­che ent­steht durch Fil­ter­kon­den­sa­to­ren in Ver­bin­dung mit dem Schutzleiter.

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