Durchflussmessung

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Durch­fluss­mes­sung ist der Ober­be­griff für die Mes­sung ei­nes Vo­lu­men­stroms pro Zeit­ein­heit. Die gän­gigs­te Maß­ein­heit ist da­bei Ku­bik­me­ter pro Se­kun­de (m³/s), aber auch an­de­re Ein­hei­ten sind verbreitet.

In der Pra­xis kom­men bei der Durch­fluss­mes­sung Ge­rä­te nach DIN 1319 zum Ein­satz.
Je nach An­wen­dung sind sie ver­schie­de­ner Bau­art und fol­gen un­ter­schied­li­chen Mess­prin­zi­pi­en. In in­dus­tri­el­len An­wen­dun­gen häu­fig zu fin­den sind un­ter an­de­rem die­se Vorrichtungen:

  • Tau­mel­schei­ben­zäh­ler
    Nutzt ein­flie­ßen­des Was­ser in ei­ne Kam­mer, das die Tau­mel­schei­be zum Be­we­gen bringt. Die ge­sam­te An­zahl an Tau­mel­be­we­gun­gen in ei­nem be­stimm­ten Zeit­raum weist auf den Durch­fluss hin.
  • ma­gne­tisch-in­duk­ti­ve Durch­fluss­mes­ser
    Nutzt ein Ma­gnet­feld, wel­ches im Me­di­um durch po­si­ti­ve und ne­ga­ti­ve La­dungs­trä­ger ei­ne Span­nung er­zeugt. Aus der Span­nung wird über die Fließ­ge­schwin­dig­keit auf den Durch­fluss geschlossen.
  • Ul­tra­schall­durch­fluss­mess­ge­rät
    Nutzt ein akus­ti­sches Si­gnal. Die Dau­er, die die Wel­le durch das Me­di­um braucht weist auf den ak­tu­el­len Durch­fluss hin.
  • Im­pellerzäh­ler
    Nutzt ein Lauf­rad, das ein Si­gnal er­zeugt, wel­ches pro­por­tio­nal zum Durch­fluss steht.
  • Mas­se­mes­ser
    Nutzt ei­nen elek­tri­schen Heiz­draht und zwei Tem­pe­ra­tur­füh­ler. Die mi­ni­ma­le Er­wär­mung des Vo­lu­men­stroms durch den Heiz­draht wird von den Tem­pe­ra­tur­füh­lern wahr­ge­nom­men und an­hand der Tem­pe­ra­tur­dif­fe­renz an den zwei un­ter­schied­li­chen Stel­len auf die Durch­fluss­men­ge geschlossen.
  • Dif­fe­renz­druck-Durch­fluss­mes­ser
    Nut­zen den Druck­ab­fall bei ei­ner be­wusst ver­eng­ten Stel­le, um über die Ber­noul­li-Glei­chung auf den Durch­fluss zu schließen.

Was sollte bei der Auswahl eines Durchflussmessgerätes beachten werden?

Für die rich­ti­ge Aus­wahl des Ge­rä­tes sind die Ei­gen­schaf­ten des ge­mes­se­nen Me­di­ums ent­schei­dend. Zu be­ach­ten ist die Dich­te, Tem­pe­ra­tur, Druck, Leit­fä­hig­keit und Viskosität.

Wo werden Durchflussmessungen durchgeführt?

Durch­fluss­mes­sun­gen bei flüs­si­gen und gas­för­mi­gen Me­di­en wer­den in vie­len Be­rei­chen durch­ge­führt. Bei­spie­le wären:

  • Was­ser und Abwasser
  • Che­mie und Petrochemie
  • Öl und Gas
  • En­er­gie- und Dampferzeugung
  • Phar­ma
  • Pa­pier und Zellstoff
  • Nah­rungs- und Genussmittel

Die Durchflussmessung ist auch eine Leistungskomponente bei der Vor-Ort-Visualisierung

hy­dro­ther­mi­scher Pro­zes­se in ver­fah­rens­tech­ni­schen Was­ser­kreis­läu­fen in­dus­tri­el­ler Tem­pe­rier­sys­te­me. Grund­sätz­lich gibt die Durch­fluss­mes­sung stets auch Aus­kunft über die Ef­fi­zi­enz und das Leis­tungs­ver­mö­gen ei­nes flu­id­tech­ni­schen Sys­tems. Mit ei­nem Da­ten­log­ger kann der Durch­fluss an zwei un­ter­schied­li­chen Stel­len ge­mes­sen und über ei­nen län­ge­ren Zeit­raum nach­ver­folgt werden.

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